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Hervorgehobener Beitrag

Emotionales Essen oder Warum essen wir?

Wenn ich im Internet stöbere, finde ich fast ausschließlich den Begriff emotionales Essen negativ geprägt. Mittlerweile haben die Medien es erkannt, dass der Hunger nicht nur ein körperliches Symptom darstellt, sondern dass auch Gefühle unseren Hunger auslösen.

Emotionen sind nun die Bösewichte, die uns zum Essen verleiten und die es zu bekämpfen gilt. Mein Leben, mein Kampf gegen den Hunger, gegen Emotionen, gegen mich selbst.

Gibt es Menschen, die nur aufgrund der notwendigen Energiezufuhr essen? Ich glaube das nicht.

Die Nahrungsaufnahme war schon immer mit sozialen Kontakten verbunden.

Diese wiederum sind für die körperliche und geistige Gesundheit ähnlich wichtig, wie die Nahrungsaufnahme selbst. 

Essen gibt uns Sicherheit. Ein voller Magen fühlt sich gut an (ein Magen ist ungefähr faustgroß).

Liebe geht durch den Magen, indem wir unseren Liebsten versorgen. Unzählig viele Beispiele könnte ich hier weiter aufführen.

Die Nahrungsaufnahme ist in jeder Gesellschaft stark emotional und sozial geprägt. 

Wir leben in einer Gesellschaft, die den Anspruch erhebt, dass jeder, der sich nur genug anstrengt, glücklich sein kann. Wir kennen nicht einfach verschiedene Emotionen, die zum Leben gehören. 

Wachstum, Heilung und Entfaltung der Persönlichkeit

Ein Problem mit dem Thema Essen zu haben, egal, ob es sich um 2, 10, 30 Kilo oder mehr Gewicht handelt, zeigt, dass der Betroffene mit sich im Kampf ist. 

Betroffene erleben sich dann als ohnmächtig, wahllos und fühlen sich als Opfer. Werden die tiefer liegenden Gründe jedoch erkannt und an ihnen gearbeitet, ist der Weg frei für Wachstum, Heilung und Entfaltung der Persönlichkeit. 

Dass die überflüssigen Pfunde dann mit der Zeit schwinden, ist eine zwangsläufige Folge. Wenn sich der innere Kompass durch die neue Nähe zu sich selbst neu einstellt und der Leuchtturm die Richtung angibt, kann das persönliche Wohlfühlgewicht nicht nur erreicht, sondern auch dauerhaft gehalten werden.

Wir unterscheiden zwischen guten und schlechten Emotionen. Das Ziel ist, für immer nur glücklich zu sein, nur gute Emotionen zu fühlen.

Selbstoptimierung bedeutet oft, alles was sich nicht gut anfühlt wegzuklopfen, wegzudenken und wegzudrängen.

Wir sind gegen alles Negative und kämpfen dagegen. 

Oft bekommen wir aber gerade das, was wir nicht wollen, denn unser Fokus bestimmt, wo unsere Aufmerksamkeit und Energie ist. Und wenn ich wieder einmal Angst vor meiner eigenen Traurigkeit bekomme, dann glaube ich, dies nicht aushalten zu können. Ich will weg von diesem Gefühl.

Dies geht mit Rauschgiften, Tabletten, Alkoholen, und …, und mit Essen.

Was ist emotionales Essen?

Es geht wie oft im Leben um das Maß, die Balance: Wenn Menschen ständig mehr essen, als ihr Körper braucht, dann essen sie überwiegend emotional und ihre Seele hungert. 

  • Emotionale Esser nehmen Nahrung zu sich, obwohl sie keinen Hunger verspüren. 
  • Emotionale Esser benutzen Essen: Sie versuchen mit dem Essen unangenehme Gefühle abzudämpfen.
  • Emotionale Esser verzehren beispielsweise Chips am Abend vor dem Fernseher oder essen Wurstbrote bei der Arbeit, obwohl sie keinen körperlichen Hunger verspüren. Körperlich brauchen diese Menschen keine Nahrung, trotzdem greifen sie zu.
  • Emotionales Essverhalten kann auch bedeuten, dass eine Mahlzeit hungrig begonnen wird und man mit dem Essen nicht aufhören kann, obwohl der Körper signalisiert, dass er längst genug hat. 

Es ist also kein biologischer, kein körperlicher Hunger, der zum Essen auffordert. Es ist etwas Anderes, das nach Essen verlangt und dies hat mit tiefer liegenden Gründen zu tun, nämlich mit unseren Emotionen, die im Körper sitzen.

Der Unterschied zwischen normalem Essverhalten und einer „emotionalen Essstörung“

Natürlich schlanke Menschen essen nicht regelmäßig aus emotionalen Gründen heraus. Außerdem machen sie sich keine Gedanken darüber, wie sie die aufgenommenen Kalorien wieder loswerden. 

Eine angemessene Kalorienaufnahme pendelt sich bei ihnen auf natürliche Weise von allein wieder ein.

Emotional essende Menschen – ganz gleich ob Frauen oder Männer – haben oft kein entspanntes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme. Oft treten bei ihnen regelmäßig Essanfälle auf. 

Es gibt aber auch Menschen, die keine Essattacken haben, sondern einfach permanent aufpassen, was und wie viel sie zu sich nehmen. Ob jemand normal- oder übergewichtig ist, spielt bei einer emotionalen Essstörung keine Rolle.

Das menschliche Gehirn

Das menschliche Gehirn verbraucht bei seelischer Anspannung 90 Prozent des täglichen Glucosebedarfs eines Menschen. Dauert der Kummer länger, wird das sympathische Nervensystem geschwächt und es gelangt nur noch ein kleiner Teil des Zuckers zum Gehirn. Die überwiegende Menge häuft sich im Fett- und Muskelgewebe an. Durch diese Mangelversorgung bedroht, gibt das Gehirn den Befehl zum Essen, obwohl der Körper ausreichend versorgt ist. Oft ist Übergewicht die Folge. 

Pommes statt Gurken

Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht, dann sind wir nur noch bedingt Herr unserer selbst, denn es ist kein Zufall, dass Sie bei seelischer Anspannung keine Lust auf Tomaten und Gurken verspüren, sondern Hunger nach etwas Süßem oder deftigen Nahrungsmitteln haben.

Drei Stoffe in Lebensmitteln können direkt auf unsere Psyche wirken und stehen in den letzten Jahrzehnten weit oben auf den Zutatenlisten von Lebensmitteln: 

Zucker, Salz und Fett.

Das Unterbewusstsein isst mit

Forscher sind sich immer sicherer: Was wir essen, beeinflusst unsere Stimmung. Ausgiebig Kohlenhydrate und wenig Eiweiß scheinen uns mit Stress besser umgehen zu lassen. Wer zudem reichlich Fisch isst, leidet vermutlich seltener an Depressionen.

Kohlenhydratreiche Speisen regen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin, dem Glückshormon an. 

Zucker und Salz dagegen regen die Produktion von Dopamin an, dem Belohnungshormon. 

Als wichtigster Botenstoff des Belohnungssystems im Gehirn wird Dopamin ausgeschüttet, wenn zum Beispiel lang angestrebte Ziele erreicht werden und ein Verlangen oder die unmittelbare Aussicht auf Belohnung uns zu einer Handlung motivieren. 

„Substanzen, die über Dopamin das Belohnungssystem des Gehirns stimulieren, führen häufig zu Suchtverhalten.“ Max-Planck-Gesellschaft https://www.mpg.de/12627063/dopamin-essen

Emotionalem Essen liegt eine starke Sucht-Struktur zugrunde, die stark im Alltagsleben verankert und schwierig aufzulösen ist. Manche Wissenschaftler sprechen auch von einer Esssucht, die sogar die schwierigste Sucht überhaupt sei. Denn anders als bei Alkohol oder Drogen könne man Essen nicht weglassen und werde täglich damit konfrontiert. 

Wie bei jedem Suchtmittel braucht die Auflösung dieser Kopplung Zeit. Sie haben emotionales Essen nicht in ein paar Wochen gelernt. Ganz im Gegenteil: Es ist ihr ständiger Begleiter und ein Teil ihrer Persönlichkeit.

Sich selbst wieder vertrauen lernen

Das Leuchtturmprojekt zeigt Betroffenen, wie sie sich wieder mehr vertrauen können. Es ist ein Weg, der es jedem Menschen ermöglicht, wieder genussvoll zu essen und die Verantwortung für sich selbst zurückzugewinnen, statt sie einem Ernährungs- oder Sportplan zu überlassen.

Wachstum, Heilung und Entfaltung der Persönlichkeit

Ein Problem mit dem Thema Essen zu haben, egal, ob es sich um 2, 10, 30 Kilo oder mehr Gewicht handelt, zeigt, dass der Betroffene mit sich im Kampf ist. 

Betroffene erleben sich dann als ohnmächtig, wahllos und fühlen sich als Opfer. Werden die tiefer liegenden Gründe jedoch erkannt und an ihnen gearbeitet, ist der Weg frei für Wachstum, Heilung und Entfaltung der Persönlichkeit. 

Dass die überflüssigen Pfunde dann mit der Zeit schwinden, ist eine zwangsläufige Folge. Wenn sich der innere Kompass durch die neue Nähe zu sich selbst neu einstellt und der Leuchtturm die Richtung angibt, kann das persönliche Wohlfühlgewicht nicht nur erreicht, sondern auch dauerhaft gehalten werden.

Abnehmen: Mein Leuchtturmprojekt wird Sie verändern.

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